27. – 28.01.2020 // Gastwerk Hotel – Hamburg

Die Reform der Notfallversorgung in Deutschland nimmt nach vielen Jahren endlich konkretere Formen an, lässt allerdings wohl noch weiter auf sich warten. Die Reaktionen auf die bisher vorliegenden Vorschläge sind zudem eher verhalten. Allen Akteuren ist dabei bewusst, dass sich die Probleme im deutschen Rettungsdienst mit einer Bündelung von Notrufnummern und der Entlastung von Notaufnahmen keineswegs lösen lassen. So wird der Personalmangel in der präklinischen Notfallmedizin sowohl auf Seiten der Notärzte als auch beim Rettungsfachpersonal immer virulenter, die Umsetzung bereits existierender neuer technischer Lösungen kommt nur schleppend voran und die Strukturen der Organisationen sträuben sich vehement gegen Veränderungen. Was müsste geändert werden? Und wie?

Antworten bietet das 5. Zukunftsforum Rettungsdienst.

Anmeldung

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Programm

  • 13:00 - 13:15

    Begrüßung und Einleitung

    Speakers:

    Prof. Dr. Klaus Runggaldier

  • 13:15 - 14:00

    Der Azubi von heute

    Viele Unternehmen und Branchen haben Probleme, ihre freien Ausbildungsplätze zu besetzen und geeigneten Nachwuchs zu finden. Die jungen Menschen, die an der Schwelle zum Berufsleben stehen, haben ganz verschiedene Motivationslagen, um sich für einen Beruf oder einen Betrieb zu entscheiden. Wie ticken die jungen Menschen von heute? Welche Schwächen, aber vor allem welche Stärken haben sie vorzuweisen? Was hat sich in den letzten Jahren verändert? Wie komme ich als Betrieb an geeignete Nachwuchskräfte, und wie kann mich die Bundesagentur für Arbeit dabei unterstützen?

    Speakers:

    Petra Cämmerer

  • 14:00 - 14:45

    Generation „Alpha“ – was erwartet bzw. droht dem Rettungsdienst?

    Die sogenannten Alpha-Kids (also nach dem Jahr 2010 Geborene) lernen zu scrollen, bevor sie sprechen können. Sie wachsen ganz selbstverständlich in einer digitalen Welt auf, wobei das Umfeld von politischen und generellen Instabilitäten geprägt ist. Viele von ihnen leben aktuell im konstanten Wohlstand. In der Arbeitswelt angekommen, werden sie die Führungskräfte wesentlich intensiver vor neue Herausforderungen stellen als es die Generationen Y und Z bereits heute tun. Sie werden Partizipation bei Entscheidungen und vor allem die Berücksichtigung ihrer persönlichen Bedürfnisse verstärkt einfordern.

    Speakers:

    Ulrich Rose

  • 14:45 - 15:15

    Pause

  • 15:15 - 16:00

    Change-Management im Rettungsdienst

    Die meisten Organisation scheuen Veränderungen, leben gerne in historisch gewachsenen Strukturen und greifen erst in einer Phase zu Veränderungsprogrammen oder Reorganisationen, wenn es wirtschaftlich eng wird. Doch dieser Zeitpunkt macht ein Change bedeutend schwieriger. In dem kurzen Impulsvortrag gibt es eine kleine Einführung, was Changemanagement bedeutet und warum Changemanagement im Rettungsdienst überhaupt sinnvoll ist. Darauf aufbauend wird die Herangehensweise eines Change dargestellt und mit Praxisbeispiele angereichert.

    Speakers:

    Christian Jager

  • 16:00 - 16:45

    Kopenhagen: Im Einsatz mit künstlicher Intelligenz

    In Copenhagen artificial intelligence is being tested in a clinical trial to investigate to what extent AI can be a tool to assist dispatchers in recognizing cardiac arrest when citizens calls. Experiences from working with AI are being presented.

    Speakers:

    Stig Nikolaj Fasmer Blomberg

  • 16:45 - 17:15

    Pause

  • 17:15 - 18:45

    Wie man Veränderungen in traditionellen Unternehmen erreichen kann

    In Zeiten steigender Komplexität und Unsicherheit wird der Mensch immer mehr zur Unbekannten in einem nach Effizienz strebenden Arbeitsumfeld. Plötzlich soll der Mindset stimmen und das Sinnsuchen wird zu einem zentralen Punkt in der Berufswahl. 2012 beschloss die Firma TELE Haase Ges.m.b.H. aus Wien, das „Unternehmen der Zukunft“ zu werden und versucht seitdem möglichst nahe an die sich „selbst steuernde Organisation“ zu kommen. Ein Erfahrungsbericht aus sieben Jahren Transformation.

    Speakers:

    Markus Stelzmann

  • 18:45 - 19:00

    Fazit Tag 1

  • 20:00 -

    Abendessen

  • 08:30 - 08:45

    Einleitung

    Speakers:

    Prof. Dr. Klaus Runggaldier

  • 08:45 - 09:30

    Aufbau eines Telenotarzt-Projektes – Erfahrungen und Erkenntnisse

    Um den steigenden Herausforderungen im Rettungsdienst zu begegnen, wurde im Oktober 2017 das Telenotarztsystem im Landkreis Vorpommern-Greifswald eingeführt. Es stellt einen Teil des Projektes Landrettung dar, das insgesamt auf vier Säulen fußt und vom Gemeinsamen Bundesausschuss der Krankenkassen im Hinblick auf eine zukunftsfeste notfallmedizinische Versorgung gefördert wird. Im Fokus des Projektes steht die Evaluation mit dem Hauptziel, die Effektivität der notfallmedizinischen Neuausrichtung ländlicher Räume in medizinischer, betriebswirtschaftlicher und arbeitswissenschaftlicher Hinsicht zu analysieren.

    Speakers:

    Dr. Peter Brinkrolf

    Dr. Timm Laslo

  • 09:30 - 10:15

    Gemeindenotfallsanitäter – Erfahrungen aus einem Jahr

    Das Projekt Gemeinde-Notfallsanitäter findet sowohl national als auch international große Beachtung. Es befindet sich nun seit über einem Jahr im Projektbetrieb. Regelmäßig finden Treffen der Projektbeteiligten statt, um die Zahlen, Daten und Fakten einer genauen Analyse zu unterwerfen und ggf. Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Das Ende des Pilotprojektes ist zum 31. August 2020 vorgesehen. Spannend bleibt die Frage, ob es dann aus der Projektphase in den Echtbetrieb überführt wird.

    Speakers:

    Frank Flake

    Stefan Thate

  • 10:15 - 10:45

    Pause

  • 10:45 - 11:30

    Krankheitsbedingte Ausfallzeiten – wer wird krank und woran überhaupt?

    Zahlen zu Gesundheits- und Präventionsangeboten der Arbeitgeber lassen den Schluss zu, dass trotz verschiedener Maßnahmen der Großteil der Mitarbeiter nicht bereit ist, selbst etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Wo liegen hier die Ursachen? Fehlt es an der Wahrnehmung oder an den richtigen Angeboten? Erfüllen wir als Arbeitsgeber die Anforderungen der nachfolgenden Generationen an ihren Arbeitgeber? Wenn nicht, liegt darin eine Ursache für Krankentage? Aktuell werden Zahlen erhoben, die konkret die AU-Gründe zu erheben versuchen.

    Speakers:

    Marc Lechner

  • 11:30 - 12:15

    Aufklärungskampagnen im Rettungsdienst – das Beispiel Portugal

    Speakers:

    Vitor Almeida

  • 12:15 - 12:45

    Pause

  • 12:45 - 13:30

    Just Culture – eine Vertrauenskultur als Grundlage zur Systemverbesserung

    Menschen neigen dazu, Fehler zu verschweigen, weil sie Ärger fürchten. Auch in der Arbeitswelt wird bei Zwischenfällen häufig ein/e Schuldige/r gesucht, obwohl wir wissen, dass der Mensch fehlbar ist und weit mehr Faktoren für den Erfolg eines Unternehmens verantwortlich sind. Just Culture ist ein Bekenntnis der Führungskräfte, wie innerhalb des Unternehmens mit Fehlern bzw. Abweichungen umgegangen wird – mit dem Ziel, das System nachhaltig zu verbessern. Wir müssen eine Vertrauenskultur schaffen, in der konstruktiv über Fehler gesprochen werden kann, damit unsere Instrumente des Risikomanagements und der Patientensicherheit überhaupt funktionieren.

    Speakers:

    Thomas Werner

  • 13:30 - 14:15

    Hilfeleistung ohne Gegenleistung – der juristische Fall

    Inwieweit kann oder darf eine hoheitliche Beauftragung durch Integrierte Leistelle eines Krankenwagens (Typ A und B) erfolgen und wer kommt für die anfallenden Kosten des Leistungserbringers auf? In Baden-Württemberg ist der Krankentransport einerseits ein freier Markt: Jeder Leistungserbringer, der die Formalien erfüllt, erhält eine Genehmigung für die Teilnahme. Andererseits besteht für Krankentransporte nach Rettungsdienstgesetz die Vorgabe, dass der Einsatz ausschließlich durch die zuständige Integrierte Leitstelle vermittelt werden darf. Gleichzeitig werden in vielen Teilen des südlichen Bundeslandes Leitstellen mit Einsätzen beauftragt, die nicht Bestandteil des Krankentransportes sind: Tragehilfen, Hilfeleistungen und Erstversorgungen (First Responder). Aber auch die fehlende Kostenübernahme von Notfalleinsätzen (inkl. Transport) durch einen erstversorgenden Krankenwagen ist ein strittiger Fall. Da oftmals keine Einsatzmittel der Notfallrettung verfügbar sind, übernehmen KTW immer häufiger entsprechende Einsätze. Da die Leistungserbringer mit den Kostenträgern aber lediglich einen „Transportvertrag Krankentransport“ haben und diese Einsätze keinen Transport beinhalten oder der Notfallrettung zugeordnet sind, verweigern die Kostenträger eine Kostenerstattung.

    Speakers:

    Tobias Strohbach

  • 14:15 - 14:30

    Fazit Tag 1 und Tag 2

    Speakers:

    Prof. Dr. Klaus Runggaldier

  • 14:30 -

    Ende der Veranstaltung

Referenten

Marc Lechner

Petra Cämmerer

Markus Stelzmann

Stig Nikolaj Fasmer Blomberg

Stefan Thate

Vitor Almeida

Dr. Timm Laslo

Ulrich Rose

Thomas Werner

Dr. Peter Brinkrolf

Christian Jager

Frank Flake

Prof. Dr. Klaus Runggaldier

Tobias Strohbach

Partner und Aussteller

Veranstaltungsort

  • Gastwerk Hotel Hamburg, Beim Alten Gaswerk 3, 22761 Hamburg
  • 04405/9181-0
  • service@skverlag.de

Rückblick

 
 Impressionen

2020

2019


 
 

2018

2017


 2016

Aufzeichnungen der Vorträge

Rettungsdienst 2025: Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen? – Dr. Christopher Niehues

 

 

Hochleistung und Menschlichkeit – Frank Breckwoldt

 

skillqube

Die Videos aller weiteren Vorträge finden Sie auf der Homepage unseres Kooperationspartners Skillqube GmbH unter www.skillqube.de

 

 

Kontakt

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Verlag Stumpf & Kossendey GmbH
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